Der Oscar des Mittelstands ging an HTV

Der Oscar des Mittelstands ging an HTV


Auszeichnung: Die Halbleiter Test und Vertriebs GmbH aus Bensheim ist ein erfolgreiches Unternehmen mit hoher Sozialkompetenz.

 

BENSHEIM. Er ist drei Kilogramm schwer, 30 Zentimeter groß, 34 Karat vergoldet und stellt Jupiter – den Licht- und Wettergott, den Mittler zwischen Jung und Alt in der römischen Antike – dar. Er ist der „Oscar“ des deutschen Mittelstandes, den der Bundessenat Wirtschaft und Technologie im sozialen Bundesverband Wirtschaft-Bildung-Arbeit in Berlin an solche herausragende Unternehmerpersönlichkeiten und innovative Unternehmen verleiht, die wirtschaftliche Leistung mit beispielhaftem sozialem Wirken verbinden.


Wird nur hundertmal verliehen
Voraussetzungen sind die Fähigkeit, Erfolg, Verpflichtung und Risiko miteinander zu verflechten, sich dem Gemeinwohl verantwortlich zu fühlen und Aus- und Arbeitsplätze zu schaffen. Der „Goldjupiter“ wird nur hundertmal weltweit vergeben –
was seinen Wert erhöht. Anschließend wird die Form zerschlagen.
Die 28. Oscar-Skulptur erhielt gestern in einer Feierstunde im Rathaus die Bensheimer Firma HTV – in der Welt die Nummer drei im Programmieren von elektronischen Bauteilen, europäischer Primus bei entsprechenden Testvorgängen und einziges Unternehmen weltweit, das die Langzeitkonservierung elektronischer Bauteile bis zu 50 Jahren und länger beherrscht. Vor knapp 25 Jahren wurde das Unternehmen „aus dem Nichts heraus“ gegründet. Inzwischen ist es in vielen Bereichen Marktführer, hat sich sukzessive vergrößert und sein Angebot beständig erweitert.


Jugend fördern, Schwache stützen
Stellvertretend für die gesamte Belegschaft nahm Edbill Grote, einer von zwei Geschäftsführern der Halbleiter Test- und Vertriebs GmbH, die Auszeichnung von Siegfried Auffermann, Präsident des Wirtschaftskomitees Deutschland im Europasenat für wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, entgegen. Das Bensheimer Unternehmen wurde als aufstrebendes, mittelständisches Ausnahmeunternehmen mit globalen
Kontakten und herausragenden sozialen und wirtschaftlichen Kompetenzen geehrt. HTV hat sich Themen wie Integration und Jugendförderung zueigen gemacht hat und beide in der Realität umsetzt, wie der Präsident die zukunftsweisende Leistung der Unternehmensgründer und der Mitarbeiter würdigte. Grote selbst war bereits vor einem halben Jahr wegen seines unternehmerischen Geschicks und seines sozialen Engagements zum Senator ernannt worden.
„Wer sich engagiert und etwas für die Förderung der Jugend tut, der tut gleichzeitig etwas für die Zukunft“, bezog Auffermann Stellung und nannte damit gleichzeitig – neben der Integration – eines von zwei Hauptthemen unserer Gesellschaft. „Jugend fordern und fördern, Schwache stützen“, heißt es folgerichtig im Text der Verleihungsurkunde zum Wirtschaftspreis „Goldjupiter“. „Sozial ist, was Arbeit und Ausbildung schafft“, erklärte der Wirtschaftsfunktionär unter dem Beifall der Teilnehmer der Feierstunde und bezog dabei ausdrücklich die Firma HTV als leuchtendes Beispiel mit ein. Gleichzeitig verteilte er Komplimente an die Stadt Bensheim, seit 1986 Standort von HTV. In Bezug auf Wirtschaftsförderung verdiene die Stadt eine „Eins mit Sternchen“ schmeichelte Auffermann und nannte als Ziel eines jeden mittelständischen Unternehmens Begriffe wie Bildung, Ausbildung und Beschäftigung.
Präsident Auffermann bezog auch Stellung zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage. Er forderte die Politiker in Berlin und Brüssel dazu auf, die Bürokratie für mittelständische Unternehmen auf ein Mindestmaß zu beschränken, sich Gedanken darüber zu machen, wie Arbeitsverweigerer mit Sanktionen belegt werden könnten und die europäischen Reglungsquote abzuschaffen.

 


Chef ist stolz auf sein Team

Edbill Grote bedankte sich bei seiner Belegschaft auf seine Weise. Der 62-Jährige erklärte, er habe testamentarisch festgelegt, dass seine Firmenanteile auf seine Mitarbeiter übergehen. Soziale Wärme und Menschlichkeit prägten die Firmenpolitik bei HTV, „und die Mitarbeiter sind Garanten für gute Leistungen. Ich bin stolz auf sie“.
Gleichzeitig machte der gebürtige Wormser, der sich in Bensheim zu Hause fühlt, deutlich, dass es niemals sein Bestreben gewesen sein „Geld und Wohlstand zu erreichen, sondern Erfolg zu haben. Ich habe immer versucht, Erster zu sein, auch weil es viel Spaß macht“. Sechs Begriffe nannte Grote stellvertretend für das HTV-Unternehmensprofil: Optimismus, Mut, Gerechtigkeit,Leistung, Zukunft und Erfolg. Bürgermeister Thorsten Herrmann hatte zu Beginn der „einmaligen“ Feierstunde den Firmengründer „besonderen und nunmehr auch ausgezeichneten Menschen“ gewürdigt. Als Ehrengäste hieß er die Ehrenpräsidenten des Wirtschaftskomitees Deutschland, Stadtverordnetenvorsteher Franz Treffert, Ersten Stadtrat Helmut Sachwitz, Stadtrat Matthias Schimpf, Ersten Kreisbeigeordneten Thomas Metz und Vertreter der Wirtschaftsvereinigung willkommen.
Edbill Grotes Leistung und Bedeutung bestehe auch darin, Talente zu fördern. Erster Kreisbeigeordneter Metz würdigte die außergewöhnliche Innovationsfähigkeit des Geschäftsführers und dessen gesellschaftlich verantwortungsbewusste Unternehmensstrategie. Für ihn sei Grote ein „Leuchtturm, was Innovation und Ausstrahlung“ angehe.

 

Lesen Sie dazu auch den Presseartikel auf all-electronics.de

 


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