Bezogen auf komplettierte Baugruppen müssen spezielle Bewertungs- und Überwachungskriterien mit dem Auftraggeber definiert werden.

Prozessablauf und Warenbewertungen

Anhand der gesamten Beschreibungen ist die Notwendigkeit einer umfassenden Warenbewertung zu Beginn einer Konservierung und im Verlauf des gesamten Konservierungszeitraums ersichtlich. Neben der Bewertung des visuellen Warenzustandes erfolgen Untersuchungen in Form von Schliffbildern und Lichtmikroskopie, sowie eine Messung der Benetzbarkeit.

Zur Bewertung des intermetallischen Phasenwachstums erfolgt eine REM-EDX Analyse, welche gezielt deren Verlauf und Stärke erfasst. Im Rückschluss wird hiermit eine Aussage über die Dauer einer zuverlässigen Verarbeitbarkeit der Bauteile ermöglicht. FTIR-Analysen zur Bestimmung von Materialien liefern weiterhin wichtige Informationen zur Festlegung der Absorptions-Kriterien.

Abschließende Untersuchungen der Bleifreiheit und eine ggf. notwendige Koplanaritätsprüfung der Teile runden die gesamte Warenbewertung ab. Bezogen auf komplettierte Baugruppen müssen spezielle, oft komplexe produktinterne Bewertungs- und Überwachungskriterien in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber definiert werden.

Das Ergebnis ist eine dem Kunden gegenüber offen kommunizierte und im Detail auf seine Spezifischen Anforderungen angepasste Dokumentation. Die relevanten Untersuchungen werden mindestens einmal jährlich wiederholt und mit den vorhergehenden Untersuchungen abgeglichen. Somit erfolgt eine fortgeschriebene, dem jeweiligen Kunden zur Verfügung gestellte Dokumentation und Bewertung des Warenzustandes und der Effektivität des Konservierungsverfahrens.